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Geschichte

Die Geschichte der Landfrauen Rhein-Lahn

Schon bald nach dem Krieg fanden in den Kreisen Loreley und Unterlahn Informationsveranstaltungen für Frauen statt. Daraus resultierte die Gründung der Landfrauenverbände Unterlahn und Loreley im Jahr 1956. Von Anfang an sollte der Landfrauenverband nicht nur für Bäuerinnen offen sein, sondern auch für Handwerker- und Arbeiterfrauen, also für alle Frauen, die auf dem Lande leben.

Im Laufe der Jahre wurde die Zusammenarbeit der Verbände immer enger, bis schließlich 1992 die beiden Kreisverbände zum Landfrauenverband Rhein-Lahn fusionierten.

Über viele Jahre wurde der Landfrauenverband fester Bestandteil des Lebens in unserer ländlichen Region. Wir Landfrauen sorgen weiterhin für viele, gut besuchte Weiterbildungsveranstaltungen, oft zu den gleichen oder ähnlichen Themen wie in der Anfangszeit, wobei Sich natürlich die Inhalte stark gewandelt haben. Sie haben sich den heutigen, veränderten Strukturen und Erfordernissen angepasst.

Das Abzeichen unseres Landesverbandes ist die Biene. Sie ist nicht nur Sinnbild des sprichwörtlichen Fleißes und der Fähigkeit, sich energisch zu wehren, wenn es notwendig ist, sondern gilt für uns beispielhaft als das Lebewesen mit dem höchsten entwickelten Gemeinschaftssinn: Arbeiten miteinander in guter Partnerschaft, für das Wohl des Nächsten sorgen, Verantwortung für andere tragen und dabei in wohlbehüteter Geborgenheit leben.

Aus der Geschichte des Kreisbauern- und Winzerverbandes

Das Jahr 1996 ist wie für den Kreisbauern- und Winzerverband St. Goarshausen auch für den Landfrauenverband Rhein-Lahn ein Jubiläumsjahr. In diesem Jahr konnten die Mitglieder das 40jährige Bestehen ihres Verbandes feiern.

Schon bald nach dem Krieg fanden in den Kreisen Loreley und Unterlahn Informationsveranstaltungen für Frauen statt. Angeboten wurden Sie von den Landwirtschaftsschulen Nastätten und Katzenelnbogen. Diese Veranstaltungen wurden von Anfang an sehr gut besucht; sie waren den älteren Frauen noch aus der Zeit vor dem Krieg bekannt, und der Hunger nach Information und Weiterentwicklung war sehr groß. So lag es nahe, daß nach Vorbesprechungen und Planungen im Jahr 1956 die Gründung des Landfrauenverbandes stattfand.

Von Anfang an sollte der Landfrauenverband nicht nur für Bäuerinnen offen sein, sondern auch für Handwerker und Arbeiterfrauen, also für alle Frauen, die auf dem Lande leben.

Ursprünglich waren jährlich 2-3 Veranstaltungen, 2 Landfrauennachmittage oder ein Landfrauentag und eine Besichtigungsfahrt vorgesehen. Die Themen der Veranstaltungen kamen aus den Bereichen:

Hauswirtschaft, Haushaltstechnik, Ernährung, Gesundheitspflege, Erziehungsfragen, Gartenbau, Betriebswirtschaft, Fragen zur Agrarpolitik, Rechts- und Sozialfragen, Gleichberechtigung von Mann und Frau und natürlich Veranstaltungen mit kulturellem Inhalt.

Das vielfältige Angebot sprach viele Frauen an. Der Verband wuchs ständig. Es kamen immer mehr Mitglieder hinzu, so daß der Landfrauenverband heute eine starke Gemeinschaft von 1600 Mitgliedern ist.

Die beiden Verbände arbeiteten in den ersten Jahren getrennt voneinander und wuchsen erst im Laufe der Jahre Stück um Stück zusammen. Die Geschäftsführung im Unterlahnkreis übernahm von Anfang an Frau Muelenz, Lehrerin an der Landwirtschaftsschule Katzenelnbogen, die schon zur damaligen Gründungsversammlung eingeladen hatte.

Die Geschäfte des Loreleykreises übernahm Frau Lütje, damals Lehrerin an der Landwirtschaftsschule Nastätten. Als Mitte der 60er Jahre die Schule geschlossen wurde, entstand hier eine große Lücke. Aus der Not heraus sagte der damalige Vorsitzende des Bauern und Winzerverbandes, Herr Schmidt, seine Hilfe zu und der Geschäftsführer des Verbandes, Herr Götzensberger, übernahm bis auf weiteres die Geschäftsführung für die Landfrauen. Erst 1970 übernahm Frau Muelenz dann die Geschäfte beider Kreise.

Damit war der erste Schritt zu einem Kreisverband getan. Es brauchte jedoch noch viele Jahre bis zur Verwirklichung dieser Idee. Die Geschäftsführung lag seitdem immer in der Hand der Leiterin der hauswirtschaftlichen Abteilung der Landwirtschaftsschule, später der staatlichen Beratungsstelle für Landwirtschaft und Hauswirtschaft, in Katzenelnbogen.

Nach der Pensionierung von Frau Muelenz gab es einige Jahre lang einen ständigen Wechsel der Geschäftsführerin. Von 1983 an war Marianne Feigenbutz Leiterin der hauswirtschaftlichen Abteilung und gleichzeitig neue Geschäftsführerin der beiden Kreisverbände.

Der erste gemeinsame Landfrauentag fand 1971 im Kursaal in Bad Ems statt. In den kommenden Jahren fing man an, die Mehrtagesfahrten gemeinsam durchzuführen. Zu einer gemeinsamen Kassenführung konnte man sich erst 1984 entschließen. Nach wie vor aber gab es zwei Kreisverbände.

Bei den jeweiligen Gründungsversammlungen wurden zum ersten Mal auch die Kreisvorsitzenden gewählt. Im Unterlahnkreis übernahm Gretel Hofmann aus Katzenelnbogen von Anfang an dieses Amt und hatte es inne, bis 1988 Anni Pfeifer aus Ergeshausen den Vorsitz übernahm. Im Loreleykreis war Hedwig Holstein aus Bogel schon vor der Gründung sehr aktiv tätig, und es war nur folgerichtig, daß sie zur ersten Kreisvorsitzenden gewählt wurde. 1976 mußte sie dieses Amt aus familiären Gründen abgeben und Lina Hewel aus Lierschied übernahm ihre Funktion für die nächsten 12 Jahre. Auch sie gab 1988 ihr Amt ab und Elke Eckert, Obertiefenbach, trat an ihre Stelle.

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Vorsitzenden war sehr gut, und zusammen mit den beiden Kreisvorständen wurde im Jahr 1992 die Fusion der beiden Kreisteile beschlossen. Im gleichen Jahr wurde Elke Eckert zur ersten Kreisvorsitzenden des Landfrauenverbandes Rhein-Lahn gewählt und Anni Pfeifer zu deren Stellvertreterin.

Im Laufe der vielen Jahre wurde der Landfrauenverband fester Bestandteil des Lebens in unserer ländlichen Region. Wir Landfrauen sorgen weiterhin für viele, gut besuchte Weiterbildungsveranstaltungen; oft zu den gleichen oder ähnlichen Themen wie in der Anfangszeit, wobei sich natürlich die Inhalte stark gewandelt haben; sie haben sich den heutigen, veränderten Strukturen und Erfordernissen angepaßt.

Wir richten Dorffeste aus oder helfen bei Festen im Dorf mit. Bei der Aktion "Unser Dorf soll schöner werden" sind es vor allem die Landfrauen, die überall kräftig mithelfen und durch viel Engagement der Mitglieder konnte im sozialen Bereich schon oft mitgearbeitet oder finanziell geholfen werden. Vieles von der geleisteten Arbeit wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht all unsere Mitglieder so selbstverständlich bereit wären, ihre Zeit und ihre Arbeit ehrenamtlich zur Verfügung zu stellen. Das Ehrenamt wird heute immer mehr in Frage gestellt, oft auch aus finanziellem Zwang heraus.

Aber gerade unser Verband lebt weitestgehend vom Ehrenamt, und wir sind zuversichtlich, daß auch in Zukunft die Bereitschaft, Anderen zu helfen und sich für die Interessen Anderer einzusetzen, etwas ist, was unseren Verband besonders auszeichnet.